In einer hellen, modernen Ausstellungshalle der HFBK Hamburg stehen zwei Personen einander gegenüber und unterhalten sich in Deutscher Gebärdensprache. Im Hintergrund sind weitere Besucher*innen zu sehen, darunter auch eine Frau im Rollstuhl. Eine große Installation in Form eines Hauses aus Pappe dominiert den Raum. An den Wänden hängen zeitgenössische Kunstwerke, darunter ein Gemälde mit rotem Tuch und ein Landschaftsbild. Ein Schild über den Personen weist auf eine Führung in Deutscher Gebärdensprache hin.

Kunst sehen – Kunst verstehen: Graduate Show 2025 mit DGS-Führungen

Vom 11. bis 13. Juli 2025 öffnete die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) ihre Türen für die große Graduate Show. Über 150 Absolvent*innen des Studienjahres 2024/25 präsentierten an mehreren Standorten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten – bei freiem Eintritt und mit einem durchdachten barrierearmen Konzept. Ein besonderes Highlight für mich: die Führungen in Deutscher Gebärdensprache (DGS). […]

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Illustration zweier Frauen in einem Beratungsgespräch. Links sitzt eine gehörlose Frau und gebärdet, rechts eine hörbehinderte Beraterin mit Klemmbrett, die aufmerksam zuhört. Über ihnen steht der Schriftzug „BARRIEREFREIE BERATUNG“. Die Begriffe „GEHÖRLOS“ und „HÖRBEHINDERT“ sind jeweils unter den Figuren platziert. Der Hintergrund ist in warmen Orange- und Brauntönen gehalten.

Räume für echte Verständigung – Was hörbehinderte Menschen wirklich brauchen

Es beginnt mit einem Blick. Einer Geste. Einer Sprache, die nicht über den Mund kommt – sondern durch Hände, Gesichtsausdruck, Körperhaltung spricht. Und es beginnt mit der Erfahrung, nicht erklären zu müssen, warum man anders kommuniziert. Psychosoziale Beratung und Therapie für taube und hörbehinderte Menschen ist in Deutschland noch immer eine Seltenheit. Viel zu oft […]

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Buchcover von „Wie man aus Trümmern ein Schloss baut“ von Dörte Maack. Auf dem Cover ist die Autorin zu sehen, wie sie auf einem Einrad balanciert und einen weißen Langstock hält. Darüber steht: „Die Geschichte meines Erblindens und wie ich wieder Lebensfreude fand“. Der Titel ist in blauer Handschrift gestaltet. Links unten das Logo des Patmos Verlags.

Eine inspirierende Reise durch die Macht der Resilienz – Dörte Maack und ihr Schloss aus Trümmern

Wie geht man mit einem Schicksalsschlag um, der das gesamte Leben verändert? Dörte Maack hat darauf eine eindrucksvolle Antwort gefunden – und sie in ihrem Buch „Wie man aus Trümmern ein Schloss baut“ festgehalten. Ihre Geschichte ist nicht nur autobiografisch, sondern auch zutiefst menschlich, ehrlich und ermutigend. Maack nimmt uns mit auf eine Reise, die […]

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Ein Hörakustiker im weißen Kittel sitzt einem älteren, nachdenklich wirkenden Frau gegenüber. Er hält ein Hörgerät in der Hand und erklärt ihr ruhig etwas. Die Frau fasst sich an ihr Ohr und blickt konzentriert, aber etwas unsicher. Die Szene spielt in einem hellen, wohnlich eingerichteten Raum, der eine ruhige und respektvolle Atmosphäre vermittelt.

Wenn Hören schwerfällt – und Vorurteile noch schwerer wiegen

Hörverlust, Demenzrisiko und die unsichtbare Barriere namens Ableismus „Sie ist leider dement, sie versteht kaum noch etwas.“So lautete die Einschätzung des Pflegepersonals in einem Hamburger Altenheim, als ein Hörakustiker zum Hausbesuch gerufen wurde. Eine ältere Bewohnerin wirkte apathisch, reagierte kaum, war zurückgezogen und sprach selten. Man hatte ihr bereits ein Zimmer auf der Demenzstation zugewiesen. […]

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Illustration im Flat-Design auf petrolfarbenem Hintergrund: Vier Symbole sind über eine geschwungene, weiße Punktlinie miteinander verbunden. Oben links ein Monitor mit Weltkugel-Symbol, oben rechts ein Daumen-hoch-Symbol in einer Sprechblase, unten links ein Zahnrad, unten rechts zwei gelbe Hände, die ein Tablet mit einem „Play“-Symbol halten. Die Grafik steht sinnbildlich für digitale Teilhabe, Kommunikation, Technik und Unterstützung.

Digitale Teilhabe aktiv gestalten – Rückblick auf den Fachtag in Hamburg

Wie gelingt digitale Inklusion für Menschen mit Behinderungen? Dieser Frage widmete sich der Fachtag „Digitale Teilhabe“, der am 21. Mai 2025 auf dem Alsterdorfer Marktplatz in Hamburg stattfand. Veranstaltet von Leben mit Behinderung Hamburg, bot die Veranstaltung vielfältige Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um digitale Inklusion. Wir waren dabei – und nehmen viele […]

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Die NATO und das große Kriechen – wie viel Schleim braucht der Frieden?

Wenn das Handelsblatt Morning Briefing, Ausgabe vom 25.06.2025 in seiner Kolumne zum NATO-Gipfel von einem „Großeinsatz der Geheimwaffe Schleimteppich“ schreibt, ist das zwar ironisch formuliert – aber leider erschreckend zutreffend. Während Russland Krieg führt und Europa über Aufrüstung debattiert, dreht sich in Den Haag fast alles nur um einen Mann: Donald Trump. Da wird der […]

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Warum denkt die Medizin defizitorientiert?

Wenn in medizinischen Kontexten von „hörgeschädigt“, „taubstumm“ oder „an Taubheit grenzend schwerhörig“ die Rede ist, stößt das vielen Betroffenen sauer auf. Diese Begriffe wirken entmündigend, defizitbezogen und ausgrenzend. Warum also hält die Medizin an dieser Sprache und Sichtweise fest? Und kann das überhaupt gerechtfertigt sein? Die Medizin denkt in Körperfunktionen Die medizinische Sichtweise folgt dem […]

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Buchcover „Psychotherapie für Menschen mit Hörbehinderung“ von Dr. Sarah Neef – eine Person von hinten mit Schmetterling auf der Schulter, warme Lichtstimmung.

Hörend zuhören – Psychotherapie für Menschen mit Hörbehinderung

Wie gelingt es, psychotherapeutische Angebote inklusiv zu gestalten? Dr. Sarah Neef gibt in ihrem Buch Psychotherapie für Menschen mit Hörbehinderung tiefgreifende und praxisnahe Antworten auf diese Frage. Mit beeindruckender Klarheit verbindet sie wissenschaftliche Forschung mit klinischer Erfahrung und beleuchtet die besonderen Bedürfnisse hörbehinderter Menschen im psychotherapeutischen Kontext. Dabei wird deutlich: Es geht nicht nur um […]

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Buchcover des Titels „Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus“, herausgegeben von Alina Buschmann und Luisa L’Audace. Der Titel ist in gelben und violetten Blockbuchstaben grafisch auffällig dargestellt, daneben ein Megafon-Symbol.

Wut, Widerstand und Hoffnung: Menschen mit Behinderung fordern Veränderung

„Ich bin nicht das Problem – die Gesellschaft ist es.“ Mit dieser Haltung beginnt ein kraftvolles Buch, das nicht leise bleiben will:„Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus“ von Alina Buschmann ist ein lautstarker Aufruf zu Gerechtigkeit, Teilhabe und radikalem Umdenken. Die Realität: Ableismus durchzieht den Alltag Ableismus – also die systematische Benachteiligung und […]

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Vier Personen befinden sich in einem dunklen Raum während eines Stromausfalls. Links kniet ein junger Mann und hält eine Kerze in der Hand, deren Licht die Szene sanft beleuchtet. Daneben sitzt ein junger Mann im Rollstuhl mit ruhigem, nachdenklichem Blick. Rechts steht eine junge blinde Frau mit dunkler Sonnenbrille und einem weißen Langstock – sie steht aufrecht und ruhig. Hinter ihr steht eine weitere Frau, leicht nach vorn gebeugt, aufmerksam und bereit zu helfen. Der Hintergrund ist dunkel, die Stimmung ernst, aber ruhig. Das Bild vermittelt Fürsorge, Zusammenhalt und stille Wachsamkeit in einer Krisensituation.

Wenn der Strom ausfällt – wer hilft dann?

Versorgung vulnerabler Menschen in Krisenzeiten: Hamburg startet ersten Schritt zur inklusiven Krisenvorsorge Ein Stromausfall. Kein Aufzug. Kein Telefon. Kein Internet. Für viele eine lästige Unterbrechung – für andere eine echte Bedrohung. Menschen, die auf Assistenz, Medikamente, barrierefreie Kommunikation oder technische Hilfsmittel angewiesen sind, geraten in solchen Momenten schnell in Gefahr. Doch was heißt das in […]

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